Heilige Birma – die sanfte Schönheit

Sind Sie auf der Suche nach einer eleganten und anhänglichen Samtpfote, ist die Heilige Birma vielleicht genau das richtige Haustier für Sie. Sie ist wunderschön und stark auf ihre Menschen bezogen. Der Legende nach geht die Rasse auf eine weiße Tempelkatze zurück, die einem sterbenden Hohepriester Gesellschaft leistete. Im Moment seines Todes soll die Heilige Birma ihr heute so verehrungswürdiges Aussehen angenommen haben: Die Augen färbten sich blau, ihr Kopf, der Schwanz sowie die Beine goldbraun und die Pfoten weiß.

Charakter

Die Katzen unterscheiden sich charakterlich von der Mehrheit ihrer Artgenossen: Ganz artuntypisch legen sie Wert darauf, ihrem Menschen zu gefallen. Das macht sie zum idealen Haustier für Katzenfreunde, die sich mit der Eigenwilligkeit von Stubentigern nicht abfinden wollen. Heilige Birma sind leicht zu erziehen und besonders brav – katzentypischer Unfug kommt ihnen selten in den Sinn. Das heißt aber nicht, dass diese Katzen passiv oder gar langweilig sind. Sie sind gern mit der Nase dabei, wo es etwas zu entdecken gibt, folgen ihrem Menschen wie ein Schatten und sind versessen auf Spielstunden mit beweglichen Objekten. Ihr liebenswerter Charakter macht die Heilige Birma zur idealen Familienkatze. Sie versteht sich auch mit Kindern oder anderen Haustieren wie umgänglichen Hunden gut.

Haltung und Pflege

Die Pflege der Heiligen Birma ist verhältnismäßig einfach. Das Fell der Birmakatze ist mindestens zweimal wöchentlich zu bürsten, wobei die auffällige Halskrause besonders pflegebedürftig ist. Da die Heilige Birma nur wenig Unterwolle hat, ist die Gefahr des Verfilzens zwar gering, jedoch trägt das Bürsten zum Wohlbefinden bei und fördert die Bindung zu ihren Menschen. Der Schwanz der Heiligen Birma ist fedrig behaart und bedarf keiner extra Pflege.

Die Heilige Birma eignet sich ausgezeichnet für die Wohnungshaltung. Sind Sie berufstätig, sollte die Birmakatze Artgenossen zur Gesellschaft haben, denn als Einzelkatze fühlt sie sich nicht wohl. Die Heilige Birma braucht viel Aufmerksamkeit von ihrem Menschen, zeigt sich dabei aber auch sehr kooperativ. Sie lässt sich gut erziehen und spricht auf Clickertraining neugierig an. Freigang ist nur bedingt empfehlenswert: Durch ihre Zutraulichkeit gegenüber fremden Menschen kann die Birmakatze sich leicht in Gefahr bringen.

Farben

Das Spektrum an Farben der Birmakatze ist weit gefächert. Die Heilige Birma gibt es in den verschiedenen Point-Farben wie Creme, Rot, Lilac und Seal. Tabby- und Tortie-Zeichnungen sind neuerdings in europäischen Zuchtlinien im Kommen. Allen Birmas gemeinsam sind die auffällig leuchtend blauen Augen und die weißen Pfoten, deren Symmetrie ein bedeutendes Kriterium für die Zuchtbewertung ist. An den Hinterpfoten sollen diese Abzeichen demnach in spitzen „Sporen“ auslaufen.

Geschichte der Heiligen Birma

Die systematische Zucht der Birmakatze begann Anfang des 20. Jahrhunderts in Frankreich, die Anerkennung als Rasse erfolgte dort im Jahr 1925. In Europa geht die Rassezucht wahrscheinlich auf Einkreuzungen von Siam- und/oder Perserkatzen mit aus Birma importierten Katzen zurück. Tatsächlich ähnelt die Heilige Birma optisch einer Mischung aus Perser- und Siamkatze. In den 1930er-Jahren blühte die Zucht auch in Deutschland auf, wurde aber in ganz Europa durch den Krieg unterbrochen. Erst 1955 hatte sich der Zuchtbestand in Frankreich wieder stabilisiert. Heute ist die Zucht der Birmakatze gesichert.

Quelle: https://www.fressnapf.de/magazin/katze/rassen/heilige-birma

Der Rassestandard der Heiligen Birmakatze 

  1. Körper
    Die Katze hat einen kräftigen Knochenbau bei gut ausgebildeter Muskulatur. Der Körper ist mittelschwer und leicht gestreckt. Die Beine sind kurz, die Pfoten breit und zart gerundet. Der Schwanz ist mittellang, von eleganter Form und fedrig behaart.
  2. Kopf
    Der Schädel bildet ein stumpfes Dreieck mit abgerundeten Konturen. Die Wangenknochen sind hoch gesetzt, die Wangen gut gerundet und die Stirn leicht gewölbt. Das Profil ist leicht geschwungen bei mittellanger römischer Nase und ausgeprägtem Kinn.
  3. Ohren
    Die Ohren sind mittelgroß, ungefähr so hoch wie breit am Ansatz, mit leicht abgerundeten Spitzen und guter Breite zwischen den Ohren.
  4. Augen
    Die Augen sind tiefblau, groß, aber nicht ganz rund, sondern leicht oval. Sie sind weit auseinander platziert.
  5. Fell
    Langes bis halblanges Fell mit seidiger Textur und wenig Unterwolle. Im Gesicht sind die Haare kurz, werden aber länger auf den Wangen und gehen in eine volle Halskrause über. Auf dem Rücken und an den Flanken ist das Fell sehr lang.

Quelle Rassestandard: WCF

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